CKW-Medienmitteilung
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Medienmitteilung

Luzern, 28. Mai 2026

CKW bestätigt operatives Vorjahresergebnis im Halbjahr 2025/26

Die CKW-Gruppe hat ihre gute operative Leistung im ersten Halbjahr 2025/26 wiederholt. Das bereinigte EBIT von knapp 90 Mio. CHF steigt um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu beigetragen hat die bewährte Absicherungsstrategie für die eigene Produktion, wobei die Verfügbarkeit von Produktionsanlagen wegen Revisionsarbeiten reduziert war. Die Gesamtleistung der Gruppe liegt mit 594 Mio. CHF rund 2 Prozent unter dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2025/26 hat die Axpo Tochter CKW wiederum rund 30 Mio. CHF in die Erneuerung und Verstärkung ihres Stromnetzes sowie in Fernwärmeprojekte und Produktionsanlagen investiert.

CKW sichert den Preis für den Strom ihrer Produktionsanlagen im Voraus ab. Diese Strategie hat sich im ersten Halbjahr 2025/26 wiederum bewährt und die tiefere Produktionsmenge aufgrund längerer Revisionsarbeiten im Kernkraftwerk Gösgen kompensiert. Die Investitionen im Segment Energie fallen im ersten Halbjahr auf die Sanierung des Kraftwerks Emmenweid und in neue und bestehende Wärmeverbundprojekte.

 

Der Beitrag aus dem Segment Netze ist gewohnt stabil. Allerdings führt die regulatorisch verordnete, niedrigere Verzinsung der Verteilnetzanlagen zu einem tieferen Ergebnis. Dennoch investierte CKW im ersten Semester 2025/26 über 20 Mio. CHF in die notwendige Erneuerung ihres Stromnetzes, um aktuellen und künftigen Ansprüchen an die Netzinfrastruktur gerecht zu werden.

 

Das Segment Gebäudetechnik sieht sich, analog zur Branche, mit einer rückläufigen Nachfrage nach Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen konfrontiert. Hingegen hat CKW in einem ebenso herausfordernden Marktumfeld Umsatz und Marge im Geschäftsfeld Elektroinstallationen gehalten.

  

Ein stabiles Netz braucht neue Lösungen
Die Energiewende stellt die Netzinfrastruktur vor wachsende Herausforderungen. CKW setzt deswegen konkrete Massnahmen um, um die Ausbaukosten – und die damit verbundenen Netzkosten – auch in Zukunft möglichst tief zu halten. Neue Tarifmodelle wie der dynamische Tarif und der Leistungstarif schaffen Anreize, die Bezugszeiten von Strom gezielt zu steuern und Lastspitzen zu glätten. Das Abregeln von Solarstrom-Einspeisespitzen ergänzt das Instrumentarium, um das Netz stabil zu halten.

 

Neu ermöglicht CKW Betreiberinnen und Betreibern von Photovoltaikanlagen mit einer Leistung ab 150 Kilowattpeak Zugang zum Flexibilitätsmarkt: Wer die Produktion seiner Anlage zu Spitzenzeiten kurzzeitig unterbrechen lässt, erhält dafür eine marktbasierte Vergütung, die höher ist als der reguläre Strompreis und die Rückliefervergütung. Mittelfristig beabsichtigt CKW, dieses Modell auf Haushalte mit kleineren Anlagen, Wärmepumpen oder Elektroautos auszuweiten.

 

Auf grosses Interesse stossen virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEV) und lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) – die neuen Möglichkeiten, Solarstrom gemeinsam zu nutzen. Bereits gegen 100 LEG wurden im Versorgungsgebiet von CKW gegründet – ein deutliches Zeichen, dass Kundinnen und Kunden aktiv an der Energiezukunft teilhaben wollen. Einen wichtigen Meilenstein in der Netzinfrastruktur bildete zudem die Erneuerung des Unterwerks Sursee, das die Versorgungssicherheit in der Region langfristig stärkt.

 

Erneuerbare Produktion: Fortschritte und Rückschläge
CKW will den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, auch wenn Akzeptanz für und Bewilligungen von Infrastrukturprojekten in der Schweiz anspruchsvoll bleiben. Die Inbetriebnahme der erweiterten Fernwärmeversorgung Schüpfheim sowie die erfolgreich abgeschlossene Sanierung des Kraftwerks Emmenweid sind in diesem herausfordernden Umfeld positive Beispiele. Beide Projekte stehen exemplarisch für das Engagement von CKW im Bereich der lokalen, nachhaltigen Energie- und Wärmeversorgung.

 

Nicht alle Vorhaben schreiten wie geplant voran: Das Geothermieprojekt in Inwil ist derzeit pausiert und die angestrebte Umzonung für ein Windenergieprojekt auf dem Lindenberg hat die Gemeinde Beinwil (AG) abgelehnt.

 

Für eine höhere Winterstromproduktion im Kanton Luzern arbeiten CKW und ihre Muttergesellschaft Axpo an Windparks auf vier Hügelzügen: Salbrig/Olisrüti (Willisau/Zell), Äberdingerhöchi (Reiden/Pfaffnau), Ruswilerberg (Ruswil) sowie Leidenberg (Grosswangen). Besonders erfreulich: Die Windmessungen auf dem Salbrig und der Äberdingerhöchi haben das Potenzial der Standorte bestätigt.

 

Weiter plant CKW in verschiedenen Gemeinden Wärmeverbünde. Sie haben das Potenzial, fossile Heizungssysteme grossflächig zu ersetzen und damit CO2 einzusparen. Energieträger können Holz, Seewasser oder Abwärme beispielsweise von Abwasserreinigungsanlagen sein. Je nach Gegebenheiten vor Ort wird so die regional verfügbare Energie eingesetzt.

 

Klares Bekenntnis zum Kanton Luzern
In den kommenden Jahren will CKW ihre Geschäftsbereiche von Reussbühl nach Emmen verlegen und den bestehenden Standort in Rathausen weiterentwickeln. Das Projekt schafft zusätzliche Wertschöpfung für die Gemeinde Emmen und sichert die zuverlässige Stromversorgung in der Region Luzern. CKW verfolgt das Projekt mit Sorgfalt und steht im direkten Dialog mit den zuständigen Behörden und der Bevölkerung.

 

Axpo Energy Reports: Wie kann der steigende Strombedarf im Winter gedeckt werden?

Im März 2026 publizierte Axpo mit den Energy Reports eine umfangreiche Analyse zur künftigen Stromversorgung der Schweiz. Sie zeigt auf, welche Technologien unter welchen Bedingungen und zu welchen Kosten den benötigten Winterstrom liefern können. Die Analyse verdeutlicht: Die Herausforderung ist lösbar – mit einer klugen Kombination mehrerer Technologien. Die Reports stellen zwei Szenarien vor, die beide eine verlässliche, emissionsarme und bezahlbare Stromversorgung ermöglichen. Beide Szenarien sind ohne Ausbau der Fördermittel realisierbar.


Szenario 1 besteht aus einer ausgewogenen Mischung aus Wasserkraft, mehr Photovoltaik, deutlich mehr Windkraft sowie einigen marktaktiven Gaskraftwerken als flexible Ergänzung. In Szenario 2 entscheidet sich die Schweiz für den Neubau von zwei Kernkraftwerken, die die anderen Technologien – Wasserkraft, Photovoltaik, Windkraft sowie marktaktive Gaskraftwerke – ergänzen und deren Ausbaubedarf deutlich reduzieren. Unabhängig von diesen Szenarien benennen die Reports vier Bereiche mit dringendem Handlungsbedarf. Dabei geht es darum, den Langzeitbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke zu sichern, das Förderregime auf die Produktion von Winterstrom auszurichten, den Ausbau von Windkraft zu beschleunigen und die Voraussetzungen für marktaktive Gaskraftwerke zu schaffen.
Mehr zu den Reports auf axpo.com/energy-reports.

Die Medienmitteilung und Bilder in hoher Auflösung finden Sie hier.

CKW Unterwerk Sursee

CKW hat das Unterwerk Sursee erneuert. Es stärkt langfristig die Versorgungssicherheit in der Region.

Der Ausbau von dringend benötigtem Winterstrom – wie zum Beispiel Windkraft – kommt in der Schweiz kaum vom Fleck.

Wir sind für Sie da:
Bei Fragen zur Mitteilung kontaktieren Sie Christoph Hug, Mediensprecher CKW, unter 0800 259 259 oder per E-Mail communications@ckw.ch.

Über CKW

Die CKW-Gruppe ist Teil der Axpo Group und eine führende Schweizer Anbieterin integrierter Energie- und Gebäudetechniklösungen. Seit 130 Jahren versorgt das Unternehmen seine mittlerweile über 200’000 Endkunden aus den Kantonen Luzern und Schwyz mit klimafreundlichem Strom und Fernwärme. Hinzu kommen schweizweit innovative Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Netz, Elektro, Photovoltaik, Wärmetechnik, E-Mobilität, Gebäudeautomation, ICT-Lösungen und Security. Damit unterstützt CKW ihre Kundinnen und Kunden bei der Reduktion des CO2-Ausstosses. 
Die CKW-Gruppe beschäftigt schweizweit über 2’200 Mitarbeitende, davon rund 350 Lernende in 15 Berufen. Sie ist der grösste privatwirtschaftliche Lehrbetrieb der Zentralschweiz. 
Im Geschäftsjahr 2024/25 erwirtschaftete CKW einen Umsatz von CHF 1'200 Mio. CKW ist Teil der Axpo Group und setzt zusammen mit ihrem Mutterhaus eine ambitionierte Strategie beim Ausbau der erneuerbaren Energien in der Schweiz um.
Weitere Informationen unter www.ckw.ch
 

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CKW AG
Täschmattstrasse 4, 6015 Luzern, Schweiz.

Für weitere Informationen oder Rückfragen kontaktieren Sie die CKW-Medienstelle unter communications@ckw.ch oder Tel. 0800 259 259.
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